Clinical guidelinesInternational Consensus: DIE ROLLE VON PROTEASEN IN DER WUNDDIAGNOSTIK

International Consensus: DIE ROLLE VON PROTEASEN IN DER WUNDDIAGNOSTIK

Assessment and diagnosis

International Consensus: DIE ROLLE VON PROTEASEN IN DER WUNDDIAGNOSTIKProteasen (auch bekannt als Proteinasen) haben eine Schlüsselrolle im normalen Wundheilungsprozess (Tabelle 1)2. Proteasen sind Enzyme, die auf Proteine einwirken, indem sie diese in Peptide und Aminosäuren aufspalten. In der Wundheilung sind Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und Serinproteasen, wie z.B. Elastase, die wichtigsten Proteasen. Im Allgemeinen wirken verschiedene Wundproteasen auf verschiedene Proteine ein. Dazu gehören die extrazelluläre Matrix (EZM) und Bindegewebsproteine, wie Kollagen, Gelatine, Proteoglykane und Elastin.

VORWORT
Im Februar 2011 traf sich eine internationale Expertengruppe in Kapstadt, Südafrika, um das Konsensdokument Diagnostics and Wounds1 der World Union of Wound Healing Societies (WUWHS) aus dem Jahr 2008 weiterzuentwickeln. Das Ziel war, die Bedeutung der Proteasenaktivität bei der Wundheilung zu analysieren und einen entsprechenden Konsens über den Wert eines einfach anwendbaren Point-of-Care-Proteasentests, d.h. einer patientennahen Diagnostik, in der klinischen Praxis zu erreichen.

Der Schlüssel für den Erfolg eines solchen Tests bei Klinikärzten ist das eindeutige Wissen, wann, wie und warum ein solcher Test anzuwenden ist. Die einhellige Expertenmeinung der Teilnehmer bestätigte nochmals, dass, bei Ausschluss aller anderen Gründe, die Proteaseaktivität derzeit den besten verfügbaren Biomarker einer beeinträchtigten Wundheilung darstellt, und dass die effiziente Anwendung eines Proteasentestkits direkt am Patienten das Potential hat, die Wundbehandlung weltweit zu ändern.

Professor Keith Harding 

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